Europäischer Parkettleger-Wettbewerb 2016 Bozen

In diesem Jahr fand für die EUFA (Europäische Förderung der Ausbildung für Parkettleger und Fußbodentechnik) der 11. Europäische Parkettlegerwettbewerb in Bozen statt. Eine Reihe von Nationen nahm daran teil: Belarus, Österreich, Polen, Rumänien, Ukraine, Deutschland und Südtirol als Gastgeber.
Die Berufsschule Neustadt/Aisch war durch Germann Kirschbaum vertreten. Herr Kirschbaum ist Juror für die deutsche Mannschaft. Zudem ist er bei der Vorbereitung des Wettbewerbs zuverlässiger Helfer für den EUFA-Vorsitzenden Heinz Brehm.
Die Teilnehmer und Juroren trafen sich am Vortag in der Messe Bozen. Die Teilnehmer erhielten die Wettbewerbsunterlagen und wurden in ihren Arbeitsplatz und in die Maschinen eingewiesen.

Der Gastgeber stellte das Parkettmuster vor. Dieses war aus 70 mm breiten Stäben, die teilweise Adern erhielten, zu fertigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Arbeitsplätze waren durch die Organisatoren Dr.Manuela Messner vom Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister, Paul Fischnaller, Obmann der Bodenleger, und Andreas Holzer hervorragend eingerichtet. So mussten nur noch Fragen der Teilnehmer zu Details geklärt werden. Mit Hilfe der Arbeitsmappen konnten sich die Einzelnen am Abend mit der Aufgabe auseinandersetzen und schriftliche Unterlagen für den folgenden Tag erstellen.

 

 

Die Vorbereitung hat sich gelohnt - EUFA-Vorsitzender Heinz Brehm und Juror Germann Kirschbaum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 So konnte am Samstag um 7:30 Uhr ohne zeitlichen Verzug begonnen werden. Interessant für den Beobachter zu sehen, wie vielfältig Arbeitsweisen zum Verlegen von Parkett sein können.

 

Deutschland war durch Konstantin Blum aus Fulda (Hessen) und durch Hans Egger aus Gaißach bei Bad Tölz (Bayern) vertreten. Sie waren die Bundessieger der beiden Vorjahre.

 

 

Das deutsche Team - Konstantin Blum und Hans Egger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zuschauer konnten engagierte und gut vorbereitete Wettbewerbsteilnehmer erleben.

 

Heinz Brehm lud, als Vorsitzender der EUFA am Samstagabend zu einem Festessen anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Verbandes auf Schloss Haselburg ein. Dabei konnten die Gäste bei einem wunderbaren Abendessen erfahren, welchen Weg der Verband genommen hat. Eigentlich könnte dieser bereits den zwanzigsten Geburtstag feiern.
Entstanden ist diese internationale Zusammenarbeit aus einer Partnerschaft zwischen der Parkettlegerschule in Troyes–Frankreich und der Staatlichen Berufsschule in Neustadt/Aisch. Heinz Brehm gelang es schon früh, zusammen mit dem Holländer Ad van Mierlo, den Kreis zu erweitern. So kamen schon 1997 zum ersten Wettbewerb junge Parkettleger aus Frankreich, Holland, Belgien und Deutschland nach Neustadt/Aisch. 1998 folgte ein Treffen in Troyes und dann im Abstand von zwei Jahren in Polen, Belgien, Holland, Neustadt/Aisch, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechien und jetzt in Südtirol.
Nachdem solche Wettbewerbe nur mit Hilfe von Sponsoren und engagierten Mitgliedern organisiert werden können, wurden diese für ihren Einsatz geehrt. Als Geschenk und zur Erinnerung gab es für jeden eine selbst gefertigte Box in Parkettstabform, die ein Spiel mit Mikado-Stäben mit dem Titel „Parkett – Das Spiel mit den Stäben“ enthielt. Das Spiel wurde in Teamwork von Germann Kirschbaum und Josef Heller gefertigt.
Heinz Brehm machte auch deutlich, dass neben den Wettbewerben, die Förderung der Ausbildung in den europäischen Ländern Aufgabe der EUFA ist. So konnte er auch hier Erfolge vorweisen.

 

• In Rumänien gab es über drei Jahre eine schulische Ausbildung, die von Marius Filipascu vorbildlich organisiert war. Diese Ausbildung endete nur deshalb, weil jegliche staatliche Unterstützung fehlte. Die Berufsschule in Neustadt/Aisch half tatkräftig bei der Organisation, bei Maschinenkursen und bei der Abnahme von Prüfungen.

 

• In Belarus und in der Ukraine wurden ebenfalls mit Unterstützung der EUFA, der Firma UZIN und der Staatlichen Berufsschule in Neustadt/Aisch Schulen für Parkett- und Bodenleger eingerichtet. Diese Schulen schaffen dadurch dort vielen jungen Leuten einen guten Start ins Berufssleben. Die Vertreter beider Länder Ivan Rak (Belarus) und Juri Rudchenko (Ukraine) ließen es sich nicht nehmen auf dem Wettbewerb mit eigenen Teilnehmern, die außer Konkurrenz antraten, Erfahrung zu sammeln.

 

• Tschechien war gleich mit Vertretern zweier Schulen angereist. Ziel ist es ebenfalls, Neuerungen in die Ausbildung einzubringen.

 

 

Hans Egger - gleich geschafft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag ging für die Teilnehmer der Wettbewerb weiter. Die Platten wurden geschliffen und geölt.

Hans Egger – gleich geschafft

Danach konnten dann die Juroren die ersten drei Plätze vergeben. Neu bei der Bewertung war diesmal, dass die Arbeitsvorbereitung und die Arbeitsweise am ersten Tag nur von zwei Juroren beurteilt wurden und die übrigen Juroren erst am zweiten Tag und nach Abschluss der Arbeit aktiv wurden. Kriterien waren dann Übereinstimmung mit der Vorgabe, Passgenauigkeit und Oberfläche mit Holzauswahl.

 

 

Zufriedene Juroren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten drei Plätze wurden an folgende Teilnehmer vergeben:

 

• Platz1 – Lukas Tribus aus Südtirol; Firma Tribus in Völlan

 

• Platz 2 –Hans Egger aus Deutschland, Firma Egger Gaißach/Bayern.

Germann Kirschbaum konnte einen alten Bekannten begrüßen. Hans Egger er war Schüler der Berufsschule in Neustadt/Aisch.

 

• Platz 3 - Georg Rottensteiner aus Südtirol, Firma LOBIS Bozen

 

 

Die Ausbildung in Neustadt muss sich gelohnt haben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Preis für das beste Design der mitgebrachten Böden wurde durch die Sponsoren vergeben und ging an Christian Aigner aus Österreich.

 

Zur Überraschung aller Teilnehmer lud Ivan Rak aus Belarus zum Wettbewerb 2018 nach Minsk ein.

 

Josef Heller