Seminar für die Parkettleger mit der Firma Thomsit

Die Parkettlegerklasse HPL10 a erlebte am 21. April einen besonderen Praxistag. Herr Klaus Frank, Fachberater von Thomsit, war für ein Fachseminar zur Verlegung von Parkett und Bodenbelägen an die Schule gekommen. Bei der Vorstellung stellte sich heraus, dass Herr Frank nicht wenige Chefs der Ausbildungsbetriebe durch seine langjährige Außendiensttätigkeit persönlich kannte. Somit war sofort eine gute Atmosphäre hergestellt.

 

Präsentation theoretischer Inhalte

 


In einem einleitenden, theoretischen Teil stellte Herr Frank verschiedene Baustellensituationen vor.
Schwerpunkte der Präsentation waren die Inhalte nach der U B A – Methode. Dabei steht
das U für Untergründe erkennen, prüfen, beurteilen, aufbauen und wenn nötig/möglich sanieren.
Das B ist der Belag mit seinen speziellen Eigenschaften der darauf verlegt werden soll.
Das A sind die Anforderungen, die Untergrund und Belag erfüllen müssen, wie z. B. Lasten und Nutzung.
In einem angeregten Dialog mit den Schülern wurden die 13 wichtigen Untergrund-Prüfpflichten des Parkettlegers behandelt. Obwohl die jeder Parkettleger kennen sollte, kommt es immer wieder zu Fehlern, z. B. bei fehlendem Überstand der Randdämmstreifen bedenkenlos eine Spachtelmasse aufzutragen.
Sozusagen als Überleitung zum praktischen Teil klebten die Schüler ebendiesen Randdämmstreifen an die Kantenflächen der vorbereiteten Verlegeflächen, die anschließend gespachtelt werden sollten.
Als Grundierung wurde der Multi-Vorstrich Thomsit R 766 1:1 mit Wasser verdünnt mit der Rolle aufgetragen. Auf einer bereits saugfähig gespachtelten Verlegefläche probierten die Schüler unter der fachkundigen Anleitung von Herrn Frank das Nasskleben von Linoleum mit Thomsit L 240 D und von Design-Belag mit Thomsit K 188 S aus.


Ausführlich konnten die Schüler die Spachteltechnik kennenlernen. Die meisten der Auszubildenden hatten damit wenig bis überhaupt noch keine Erfahrungen gesammelt.
Mit dem Thomsit Premium-Ausgleich XXL lernten die Schüler eine schnell und einfach zu verarbeitende Spachtelmasse kennen. Beim Einrühren eins 25 kg Gebindes in den mit kaltem Wasser gefüllten Anmacheimer war so gut wie keine Staubentwicklung festzustellen. Die angegebene Menge Wasser müsse unbedingt exakt eingehalten werden, da sonst entweder die Fließeigenschaften oder die Festigkeit negativ beeinflusst werden, betonte Herr Frank. Das gleichmäßige Einrieseln des Gebindes in das Wasser soll unter gleichzeitigem Rühren mit dem Rührgerät erfolgen und zwar mind. 2 Minuten lang. Tests hätten ergeben, dass durchschnittlich nur 45 Sekunden lang gerührt werde. Das ist zu wenig, um alle in der Spachtelmasse enthaltenen Bestandteile richtig miteinander zu vermischen. Nach einer „Reifezeit“ und nochmaligen durchrühren der Masse konnte diese auf die Verlegefläche ausgebracht werden. Das Verteilen mit der Rakel und anschließende Bearbeiten mit der Stachelwalze, hatten fast alle Schüler noch nicht gesehen. Doch die gleichmäßige Dicke und absolut ebene Oberfläche überzeugte die Schüler von dieser Technik.
In einer abschließenden Runde erklärten die Schüler heute viel gelernt zu haben. Auch die kompetente und humorvolle Art und Weise des Anwendungstechnikers hat allen gut gefallen. Nach einem gemeinsamen Gruppenbild bedankten sich die beiden Klassensprecher im Namen der ganzen Klasse bei Herrn Frank.

Armin Betz, FL